Auf der Suche nach dem Sommerloch

Download PDF

(c) Martin Beckmann

Meteorologisch betrachtet hat sich der Sommer bisher ja sehr facettenreich gezeigt. Heiße Tage haben sich mit zum Teil heftigen Sommergewittern und Unwettern abgewechselt, über Berlin wurde Ende Juni in einer Woche Dauerregen gleich 6 Mal der Wannsee ausgekippt und auch sonst wechseln sich heiße und bewölkte Tage gerade so ab, dass man konstant den Eindruck hat, mit der Garderobe nicht ganz optimal auf das Wetter abgestimmt zu sein. Insofern: Alles wie gehabt. Eine Sache fehlt dem Sommer aber bisher völlig: Ein richtig schönes Sommerloch.

2002, da war was los! Erinnern Sie sich noch an die Geierschildkröte Eugen? Das „Ungeheuer von Loch Dornach“ hielt Deutschland ungefähr zwei Wochen lang in Atem, bevor ein Angler das Panzertier einfangen konnte. Nie ausfindig gemacht werden konnte dagegen Schnappschildkröte Lotti, die im Sommer 2013 im Allgäu ihr Unwesen getrieben haben soll. Oder 2006, das Wollwunder Shrek. Nachdem sich das Merinoschaf sechs Jahre lang erfolgreich vor einer Schur drücken konnte, ließ es am Schertag ganze 27 kg Wolle.

Aber andererseits: Brauchen wir in Zeiten von Donald Trump eigentlich noch so etwas wie ein Sommerloch? Eigentlich schafft es der US-Präsident doch ganz gut, die ereignisarme Zeit im Sommer für die Medien zu überbrücken.

Ob man nun im Trumpschen Sommer 2017 Bruno, den Problembär, vermisst, ist dann letztlich eine Frage des individuellen Geschmacks. Donald Trump selbst hatte den Senatoren übrigens jüngst mit einer Urlaubsperre gedroht, um seine Gesundheitsreform zu retten. Da haben es unsere Parlamentarier doch besser. Für die geht es erst im September weiter. Für uns übrigens auch. Der Energieblog geht heute in die Sommerpause.

In wenigen Wochen sind wir wieder für Sie da, mit neuen spannenden Beiträgen zur Energiewirtschaft und vielem mehr. Bis dahin, bleiben Sie uns treu! Und falls Sie unbedingt noch ein Sommerloch suchen, fahren Sie doch mal nach Rheinland-Pfalz. Im Landkreis Bad-Kreuznach, da liegt es mit 426 Einwohnern auf einer Fläche von 2,53 Quadratkilometern: Sommerloch.

Einen schönen Sommer!

DerEnergieblog