Banken minimieren Strafen durch eine effektive Compliance

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(c) Martin Beckmann

Bald ein Jahrzehnt ist sie her, die globale Finanzkrise, die 2008 über den Erdball zu rollen begann. Seither hat sich viel verändert – unter anderem, dass Banken ihre Compliance-Abteilungen massiv aufgestockt hatten. Dass hier Handlungsbedarf bestand, lassen die schwindelerregend hohen Sanktionen vermuten, die seit dem Jahr 2008 diesen Instituten auferlegt worden waren. Denn seit diesem Zeitpunkt haben Banken weltweit rund 321 Milliarden Dollar bzw. 298 Milliarden Euro an Strafen zahlen müssen. Diese wurden für Aufsichtsmängel in den Bereichen Geldwäsche, Marktmanipulationen und Terrorismusfinanzierung fällig.

Seit 2008 haben viele Banken zuverlässige Compliance-Management-Systeme aufgebaut, um so eventuelle Verletzungen von Regeln aufzudecken und für die Zukunft abzustellen – und zwar erfolgreich, wie man heute sagen kann. Die Bußgelder, die den Banken auferlegt wurden, haben in den vergangenen Jahren merklich abgenommen – ein deutliches Indiz dafür, dass die getroffenen Aufsichtsmaßnahmen gegriffen haben.

Gegenwärtig fokussiert sich die Branche daher darauf, die aufgebauten Systeme noch effizienter zu gestalten. Hier wird insbesondere sondiert, ob Prüfungsprozesse durch den Einsatz von Computern den jeweiligen Compliance-Verantwortlichen entlasten können. Denn zum einen lässt sich so in bestimmten Prozessen mit großen Zahlenwerken die Analyse beschleunigen, was auf lange Sicht gegenüber dem Einsatz von Menschen auch Kostenvorteile hat. Zum anderen setzt dies beim Compliance-Verantwortlichen Kapazitäten frei, die er nun auf andere Projekte verwenden kann. Denn zu verbessern gibt es bekanntlich immer etwas …

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ines Zenke/Dr. Christian Dessau

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