Die Verhandlungen zum Pariser Abkommen gehen in die nächste Runde

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Heute startet die UN-Klimakonferenz (COP 24 – „Conference of the Parties“) im polnischen Katowice mit dem Ziel, der Umsetzung des Klimaabkommens von Paris einen Schritt näher zu kommen.

Das Pariser Klimaabkommen ist am 4.11.2016 in Kraft getreten und ist ein internationaler Vertrag über den Klimaschutz mit dem Ziel, den Temperaturanstieg auf weniger als 2,0 °C – möglichst auf 1,5 °C – zu beschränken. Von den 197 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) haben das Abkommen bereits 180 – darunter auch Deutschland – ratifiziert. Zuletzt sorgte der Austritt der USA zum 4.11.2020 für Wirbel, die neben China der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen sind. Ihr Rückzug hat zur Folge, dass nun der Druck auf die anderen Staaten steigt und umso ehrgeizigere Maßnahmen nötig sind, um die Klimaziele zu erreichen.

Auf der bis zum 18.12.2018 stattfindenden COP 24 werden die Vertragsstaaten unter der Leitung Polens darüber verhandeln, wie das Klimaabkommen in ein gemeinsames, verbindliches und effektives Regelwerk umgesetzt werden kann. Dieses soll für Transparenz sorgen und sicherstellen, dass die Maßnahmen der Staaten untereinander vergleichbar sind. Außerdem soll die Konferenz ein Anstoß für die im Jahr 2020 anstehende Erhöhung der Klimaziele aller Staaten sein. Denn mit den bisherigen nationalen Zusagen würde sich die Erde immer noch um 3 bis 4 °C erwärmen. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht auch die Solidarität mit den vom Klimawandel mit am stärksten betroffenen ärmeren Ländern und deren finanzielle Unterstützung.

Katowice wurde nicht zufällig als Gastgeber der COP 24 ausgewählt. Die Hauptstadt Oberschlesiens ist zwar ein Zentrum der polnischen Industrie, zählt aber heute zum Spitzenreiter bei neuen Technologien und Innovationen. So wurde beispielsweise ein weitläufiges Radwegenetz angelegt, welches deutlich zur Verbesserung der Luftqualität beiträgt. Katowice stellt somit das Vorbild für einen schnellen Wandel in eine klimafreundliche Region dar. Hier können sich die übrigen Vertragsstaaten also auch noch einiges abgucken.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ines Zenke/Dr. Tigran Heymann/Carsten Telschow