EEG-Umlage sinkt auf 6,792 Ct/kWh

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(c) BBH

Die EEG-Umlage sinkt in 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Das haben die Übertragungsnetzbetreiber TenneT, Amprion, 50Hertz und TransnetBW am Montag bekannt gegeben – einen Tag später als geplant, da eigentlich spätestens bis zum 15.10. die Umlage für das kommende Jahr veröffentlicht werden soll. Der fiel in diesem Jahr aber auf einen Sonntag.

Die Umlage wird 6,792 Ct/kWh betragen. Im Moment liegt sie bei 6,880 Ct/kWh. Auf die Stromkosten wird sich diese Veränderung auch nach Ansicht der Bundesregierung voraussichtlich aber kaum auswirken.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnen die Übertragungsnetzbetreiber grundsätzlich aus einer Prognose und einer tatsächlichen Größe: einerseits der Differenz zwischen den prognostizierten Einnahmen und Ausgaben für das folgende Kalenderjahr, andererseits der Differenz zwischen den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben aus dem laufenden Kalenderjahr. Daraus ergibt sich eine Deckungslücke, die durch Erhebung der EEG-Umlage gefüllt werden soll, und die beträgt für das Jahr 2018 nach Ansicht der Übertragungsnetzbetreiber 25,6 Mrd. Euro. Dabei wies das EEG-Konto aber in den zurückliegenden Monaten stets eine „Überdeckung“ aus. Ende September 2017 war es bspw. ein Guthaben von 3,3 Mrd. Euro. Unter anderem deshalb fällt die EEG-Umlage niedriger aus als im vergangenen Jahr.

Ein weiterer Grund dafür ist, dass in diesem Jahr die Börsenpreise für Strom gestiegen sind. Die Übertragungsnetzbetreiber sind nach dem EEG-Ausgleichsmechanismus verpflichtet, den Strom aus Erneuerbaren Energien an der Börse zu verkaufen. Aus den Einnahmen werden die Förderungen, welche die Anlagenbetreiber erhalten, anteilig finanziert. Die Differenz zwischen den Einnahmen an der Börse und den Förderungen wird durch die EEG-Umlage ausgeglichen. Die Differenz reduziert sich, wenn die Börsenpreise steigen. Auch deshalb hat sich die EEG-Umlage trotz Zubaus weiterer Anlagen nicht erhöht.

Ob dieser Trend im nächsten Jahr anhalten wird? Man darf skeptisch sein. Aktuell gehen die Prognosen eher von einer steigenden EEG-Umlage aus. Genaueres wissen wir am 15.10.2018.

Ansprechpartner: Dr. Martin Altrock/Jens Vollprecht