Neue Anforderungen an den intelligenten Messstellenbetreiber

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(c) BBH

Die Digitalisierung schreitet voran: Das erste Smart Meter Gateway hat die Baumusterprüfbescheinigung der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) erhalten, und weitere werden schon bald folgen. Noch steht der Rollout intelligenter Messtechnik für Strom im Fokus. Europa formuliert aber bereits Anforderungen für die nächste Ausbaustufe und will Gas sowie Submetering-Anwendungen mit einbeziehen.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) sind 99 Prozent der deutschen Netzbetreiber in ihrem Netzgebiet grundzuständig. 50,9 Mio. Zählpunkte sollen in den kommenden Jahren mit einer modernen Messeinrichtung (mME) ausgestattet werden, weitere 6,5 Mio. mit einem intelligenten Messsystem (iMS). Eine gleich verteilte Nachfrage vorausgesetzt, entsteht ein jährlicher Bedarf von rund 3 Mio. mME. Dieser Bedarf muss von Produkten gedeckt werden, die am Markt verfügbar sind. Dabei sind insbesondere bei der Herstellung der Smart Meter Gateways die in Deutschland geltenden Bestimmungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie die Vorgaben der PTB zu berücksichtigen und über Zertifikate und Prüfbescheinigungen nachzuweisen. Die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten wurden anfänglich oft unterschätzt.

Obwohl der Startschuss für den allgemeinen Rollout von iMS durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) noch nicht gegeben wurde, sind einige größere Netzbetreiber bereits vorangegangen und haben sich erste Kontingente und Chargen gesichert. Aber welche Geräte benötigt ein grundzuständiger Messstellenbetreiber (gMSB) wirklich? Welche Geräte sollte ein wettbewerblicher Messstellenbetreiber (wMSB) zusätzlich bestellen? Auf welcher Basis sollte der individuelle jährliche Bedarf ermittelt werden?

Eins jedenfalls ist gewiss: Um das geeignete Geschäftsmodell zu finden, ist Vorbereitung nötig, gepaart mit der Fähigkeit den Überblick über die technischen Möglichkeiten zu behalten sowie die gesetzlichen Vorgaben zu beachten.

Ansprechpartner: Dr. Jost Eder/Dr. Andreas Lied/Jan-Hendrick vom Wege

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