Endlich klare Regeln zu Arbeitszeiten in und um Offshore-Windparks

(c) BBH

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Auf dem Festland weiß jeder Arbeitgeber, wann und wie lange er seine Mitarbeiter einsetzen kann. Aber was gilt bei Offshore-Windparks? Gilt in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), das heißt jenseits der Küstengewässer, das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) oder können dort die Arbeitszeiten frei gestaltet werden? Das war in den letzten Jahren eine ungeklärte Frage. Damit ist jetzt Schluss: Am 20.4.2013 hat der Gesetzgeber das ArbZG geändert sowie ein neues Seearbeitsgesetz verabschiedet. Damit ist der Weg für eine Offshore-Arbeitszeitverordnung frei, die noch in diesem Sommer in Kraft treten wird. Sie schafft erstmalig einheitliche Spielregeln für den Einsatz von Arbeitskräften auf See, die sich insbesondere auf die Errichtung und den Betrieb von Offshore-Windparks auswirken werden.

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Offshore-Windparks: Rettungskette in Seenot

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Damit die Energiewende gelingt, soll die Offshore-Windenergie ausgebaut werden. Daran arbeiten zurzeit viele Ingenieure und Arbeiter vor Ort im offenen Meer und installieren in großen Höhen bei teilweise widrigem Wetter Offshore-Windräder. Tausende Anlagen in Nord- und Ostsee sollen künftig sauberen, regenerativen Strom erzeugen und damit das Festland versorgen. Diese Windparks müssen in ihrer Betriebsphase gewartet werden. Schätzungsweise arbeiten dann mehr als 1.000 Ingenieure und Arbeitnehmer in den Meeren vor Deutschlands Küsten. Dass diese Arbeitsplätze erhebliche Verletzungsrisiken bergen, hat sich bereits gezeigt. Bei mehreren tragischen Unfällen wurden Arbeiter schwer verletzt oder kamen sogar ums Leben. Hinzu kommt, dass professionelle Rettung auf hoher See häufig nicht unmittelbar verfügbar ist, da Rettungskräfte erst vom Festland aus zum Unfallort geflogen oder gefahren werden müssen.

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