Sofortabzug für ein mehr als 5 Prozent Disagio

(c) BBH

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Freiberufler und Privatpersonen ermitteln ihren zu versteuernden Gewinn nicht per Bilanz, sondern per Einnahmen-Überschussrechnung. Dabei kommt es häufig darauf an, für welche Zeiträume bestimmte Ausgaben als Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigungsfähig sind (§ 11 Abs. 2 EStG). Die Frage stellt sich beispielsweise bei Darlehen, die über mehrere Jahre laufen, auf die aber einmalige Zinszahlungen (Disagio oder Agio) geleistet werden müssen.

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Sofortiger Betriebsausgabenabzug von Gebühren für KfW-Darlehen

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Das Bearbeitungsentgelt, das bei Abschluss eines Kreditvertrags für ein öffentlich gefördertes Darlehen (KfW-Darlehen) fällig wird, kann sofort als Betriebsausgabe abgezogen werden. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ist nur zu bilden, wenn dieses Bearbeitungsentgelt im Falle einer möglichen vorzeitigen Vertragsbeendigung ganz oder teilweise an den Darlehensnehmer zurückzuerstatten ist. So hat das Finanzgericht (FG) München (Urt. v. 7.2.2012, Az. 6 K 867/09 [Revision beim Bundesfinanzhof (BFH) eingelegt, Az. I R 19/12]) entschieden.

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Bundesfinanzhof zweifelt an Verfassungsmäßigkeit der Zinsschranke

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Um missbräuchliche Steuergestaltungen zu verhindern, hat der Gesetzgeber die sog. Zinsschranke geschaffen. Danach können Kapitalgesellschaften Schuldzinsen unter bestimmten Voraussetzungen nicht sofort als Betriebsausgaben abziehen.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat ernstliche Zweifel, ob die Regelung insoweit verfassungsgemäß ist, als sie auch übliche Fremdfinanzierungen von Kapitalgesellschaften bei Banken erfasst. Insoweit gehe die Regelung über das hinaus, was zur Vermeidung von auf Gewinnverlagerung gerichtete Finanzierungsgestaltungen zwischen der Körperschaft und ihrem Anteilseigner notwendig sei.

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Steuerrecht: Blockheizkraftwerk und Gebäude sind zweierlei

Die Finanzverwaltung (Verfügung der Oberfinanzdirektion Niedersachsen vom 15.12.2010, S 2240-186-St 221/St 222) hat bei der einkommensteuerlichen Behandlung von Blockheizkraftwerken (BHKW) eine Kehrtwende vollzogen. Aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses der Einkommensteuer-Referatsleiter des Bundes und der Länder sind BHKWs als selbständige, vom Gebäude losgelöste bewegliche Wirtschaftsgüter zu behandeln. Das heißt, dass die Dauer der Abschreibung künftig nicht mehr vom Alter des Gebäudes abhängt, in dem sich das BHKW befindet.? Weiterlesen