Novelle der GasNZV: Bundesrat beschließt Zusammenlegung der Marktgebiete

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Die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) feiert nach knapp sieben Jahren ihre erste Novelle. Am 7.7.2017 stimmte auch der Bundesrat für den Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), den bereits am 24.5.2017 das Kabinett beschlossen hatte. Anfang Januar gab es ein erstes Eckpunktepapier, mit dem Referentenentwurf kam dann die große Überraschung: die geplante Novelle sieht unter anderem eine Zusammenlegung der beiden deutschen Marktgebiete NetConnect Germany (NCG) und Gaspool bis zum 1.4.2022 vor. Kritik aus dem Markt an der geplanten Zusammenlegung kam prompt. Neben der Gefahr von Transportengpässen und damit Problemen bei der Versorgungssicherheit wurde vor allem beanstandet, dass dadurch ein teurer Ausbau der Netzinfrastruktur erforderlich wird.

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Messstellenbetriebsgesetz ab 2.9.2016 in Kraft – Überblick zu den Auswirkungen für EVU

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Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) mit seinem Herzstück, dem neuen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), ist in Kraft getreten. Das MsbG wird die derzeitigen Energiemarktstrukturen und -prozesse tiefgreifend ändern. Was verändert sich, und was ist jetzt zu tun?

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KoV, die Neunte: Überarbeitung kurz vor der Ziellinie

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Die Kooperationsvereinbarung der Gasnetzbetreiber (KoV) geht in die neunte Runde. Der Überarbeitungsprozess ist fast vollständig abgeschlossen. Zum 30.6.2016 wird die nunmehr neunte Fassung veröffentlicht, zum 1.10.2016 kann die neue KoV pünktlich in Kraft treten.

Mit der KoV 9 werden viele Regelungen überarbeitet, sowohl im Hauptteil als auch in den Musterverträgen sowie in den Leitfäden.

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Da wird etwas Großes ausgerollt: Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (Teil 1)

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Am 21.9.2015 hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) seinen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende veröffentlicht. Kernbestandteil dieses Gesetzes ist das neue Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), in dem alle Rechtsfragen zum Mess- und Zählerwesen in einem „Stammgesetz“ geregelt werden sollen. Der Kern wiederum dieser insgesamt 77 Paragraphen sind die Einbaupflichten für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen.

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Wohin der Strom fließt: BGH verweigert Biogasbetreibern KWK- und Nawaro-Bonus für eigenverbrauchten Strom

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Der Betreiber einer Biomasseanlage kann für den Strom, den er nicht in das Netz einspeist, sondern selbst verbraucht, unter dem EEG 2009 weder einen Kraft-Wärme-Kopplungsbonus (KWK-Bonus) noch einen Bonus für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro- Bonus) verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Urt. v. 4.3.2015, Az. VIII ZR 110/14).

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KARLA 1.1 – Vorgaben für einen kurzfristigen Kapazitätsmarkt Gas aus Europa

(c) Martin Beckmann

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Kaum ist die Tinte unter der Festlegung GABi Gas 2.0 trocken (wir berichteten), leitet die Beschlusskammer 7 (BK7) der Bundesnetzagentur (BNetzA) bereits das nächste Festlegungsverfahren ein. Am 27. 2.2015 hat sie die Festlegung „KARLA 1.1“ (BK7-15-001) veröffentlicht, die nun den nächsten der europäischen Netzkodizes umsetzen soll. Nach dem Bilanzierungsregime wird jetzt die Kapazitätsvergabe nach europäischen Vorgaben umgestaltet. Wie die Bezeichnung „1.1“ schon vermuten lässt, werden jedoch keine wesentlichen Änderungen mit dieser Festlegung kommen. Sie lässt aber offen, ob es demnächst noch eine „KARLA 2.0“ geben wird, also den großen Wurf, u.a. mit einer Standardisierung der Kapazitätsprodukte.

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GABi 2.0 geht an den Start

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Hinter dem pittoresken Namen „GABi Gas“ verbirgt sich etwas ausgesprochen Handfestes: das „ Grundmodell für Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Gassektor“. Deren Reform steht an, und dabei wollen die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Marktgebietsverantwortlichen (MGV) ein Wort mitreden. Dazu dient ihr Konzept für eine „GABi Gas 2.0“.

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Der Fif­ty-fif­ty-Jo­ker – Müssen stromintensive Unternehmen wegen der EEG-Umlagebefreiung Rückstellungen bilden?

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Die EU-Kommission prüft, ob die Befreiung stromintensiver Unternehmen von der EEG-Umlage als unzulässige Beihilfen zu werten und die erlangten wirtschaftlichen Vorteile herauszugeben sind (wir berichteten). Dies konfrontiert die potenziell betroffenen Unternehmen mit der Frage, ob sie jetzt für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen bilden müssen.

Vielen Unternehmen steht nur wenig Zeit zur Verfügung, um diese Frage zu beantworten, insbesondere wenn der Jahresabschluss aufgrund von Konzernvorgaben innerhalb kürzester Zeit aufgestellt und geprüft werden muss. Die Unternehmen müssen daher schnell eine belastbare Einschätzung des bestehenden Risikos erarbeiten, um sich auf einer soliden Grundlage für oder gegen die Bildung einer Rückstellung entscheiden zu können.

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Einführung der Zählerstandsgangbilanzierung: Verordnungsgeber beseitigt Hindernisse für lastvariable Stromtarife

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Für Stromlieferanten soll es künftig attraktiver werden, lastvariable Tarife anzubieten. Dafür sorgt seit dem 22.8.2013 eine Änderung der Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV). Sie führt ein Bilanzierungsverfahren auf Basis von so genannten Zählerstandsgängen ein, das künftig neben der Bilanzierung nach Lastgang und Standardlastprofilen steht.

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Gasnetzbetreiber müssen Sprachkurs buchen

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Muss man eine gemeinsame Sprache haben, um miteinander reden zu können? Anders als für die EU mit ihren 23 Amtssprachen scheint für Gasnetzbetreiber die Antwort künftig „Ja“ zu sein.

Gasnetzbetreiber kommunizieren elektronisch mit den Marktgebietsverantwortlichen und tauschen Daten aus. Die so genannte EDI-Kommunikation bleibt eine Herausforderung, gerade für nachgelagerte Netzbetreiber. Erforderlich ist eine IT-Umgebung, welche die entsprechenden Nachrichten verstehen und verarbeiten kann – aktuell Nachrichten im Format EDIFACT, meist übermittelt via E-Mail. Doch jetzt hat der Verband der Europäischen Fernleitungsnetzbetreiber (ENTSOG) Ende Februar den Entwurf  für den Netzkodex Interoperabilität und Datenaustausch zur Konsultation gestellt.

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