Vorfälligkeitsentschädigung bei Verkauf der Zweitwohnung ist nicht immer absetzbar

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Wenn man einen Kredit vorzeitig zurückzahlt, dann muss man normalerweise die Bank für den entgangenen Zinsertrag entschädigen. Diese so genannte Vorfälligkeitsentschädigung kann steuerlich interessant werden, wenn man aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung am Arbeitsort hat und dann diese nach beendeter Beschäftigung verkauft. Kann man diesen Betrag dann noch als Werbungskosten absetzen? Dazu hat der Bundesfinanzhof (BFH) unlängst ein interessantes Urteil (v. 3.4.2019, Az. VI R 15/17) gefällt.

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Kosten der Einrichtungsgegenstände bei einer doppelten Haushaltsführung voll abziehbar

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Wer an verschiedenen Orten wohnt und arbeitet und deswegen eine Zweitwohnung braucht, hat eine Menge Kosten – beispielsweise den Aufwand, die Zweitwohnung mit Möbeln und Haushaltsgegenständen einzurichten. Kann man diese Kosten von der Steuer absetzen? Bisher stand die Finanzverwaltung auf dem Standpunkt, dass dies nur begrenzt erlaubt ist. Doch jetzt hat der Bundesfinanzhof (BFH) diese Ansicht korrigiert (Urt. v. 4.4.2019, Az. VI R 18/17).

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Entschädigung für Stromleitung an Grundstückseigentümer ist steuerfrei

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Netzbetreiber, die eine Hochspannungsleitung bauen, müssen die Eigentümer der Grundstücke, die die Leitung überspannt, entschädigen. Für die Grundstückseigentümer entsteht daraus Frage: Müssen sie dafür Einkommensteuer zahlen? Dazu hat der Bundesfinanzhof (BFH) kürzlich ein Urteil (v. 2.7.2018, Az. IX R 31/16) gefällt.

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Keine Spekulationssteuer auf Arbeitszimmer im Eigenheim

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Wenn man ein Grundstück oder eine Wohnung kauft und binnen zehn Jahren wieder verkauft, dann gilt dies als ein privates Veräußerungsgeschäft. Ein Gewinn daraus unterliegt der Einkommensteuer (Spekulationssteuer). Das gilt aber nicht, wenn es sich um ein Eigenheim handelt, also wenn das bebaute Grundstück/die Wohnung seit Anschaffung/Herstellung ausschließlich oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.

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Wenn die Gebäudeversicherung mehr zahlt als in der Bilanz aktiviert

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Wer ein Grundstück mitsamt einer Forderung an die Gebäudeversicherung kauft, kann vor einer schwierigen bilanzsteuerrechtlichen Frage stehen: Was, wenn die Versicherung mehr zahlt, als in der Bilanz aktiviert? Dazu hat im Fall eines Grundstücks mit Brandruine das Finanzgericht (FG) Schleswig-Holstein ein interessantes Urteil (Urt. v. 15.11.2017, Az. 5 K 181/14) gefällt.

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Beitrag für Kanalanschlussleitung ist keine begünstigte Handwerkerleistung

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Kann man den Beitrag, den man für den Anschluss an die öffentliche Kanalisation erbringen muss, als steuerbegünstigte Handwerkerleistung anteilig geltend machen? Zu dieser Frage hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt eine wichtige Entscheidung (Urt. v. 21.2.2018, Az. VI R 18/16) getroffen. Im Streitfall wurden die Kläger im Jahr 2011 an eine zentrale Kläranlage angeschlossen. Zuvor hatten sie das Abwasser über eine Sickergrube auf ihrem Grundstück entsorgt. Für den Anschluss an das öffentliche Sammelnetzes erhob der Abwasserzweckverband im Streitjahr (2012) einen als Baukostenzuschuss bezeichneten Betrag in Höhe von 3.896,60 Euro. Davon machten die Kläger einen geschätzten Lohnanteil in Höhe von 2.338 Euro als Handwerkerleistung geltend.

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Entschädigung für Hochspannungsleitung über selbst bewohntem Haus ist steuerbar

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Wer über seinem Grundstück eine Hochspannungsleitung zu dulden hat, ist nicht zu beneiden – aber wenigstens kann er eine Entschädigung dafür verlangen. Die Frage ist, ob er darauf auch noch Steuern zu zahlen hat. Nach Ansicht des Finanzgerichts Düsseldorf lautet die Antwort: Ja.

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Geschenke an Geschäftsfreunde, TEIL1

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Zum Jahresende ist es üblich, Geschenke an Geschäftsfreunde zu verteilen. Wer dafür Geld ausgibt, will die Kosten wenigstens von der Steuer absetzen. Damit das aber geht, muss man einige Punkte beachten:

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Förderung der Elektromobilität: die Bundesländer werden aktiv

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Die Bundesregierung tut sich bislang mit konkreten Maßnahmen zur finanziellen Förderung des Kaufs von Elektrofahrzeugen schwer. Jetzt haben die Bundesländer die Initiative ergriffen. Am 10.7.2015 hat der Bundesrat gleich zwei Beschlüsse gefasst, um der Elektromobilität in Deutschland Anschubhilfe zu leisten. Neben einer Entschließung zur Förderung der Verbreitung von Elektrofahrzeugen (BR-Drs. 167/15), die unter anderem eine Umweltprämie für den Kauf von Elektrofahrzeugen vorsieht, startet die Länderkammer eine Gesetzesinitiative, um steuerrechtliche Hindernisse beim Laden am Arbeitsplatz zu beseitigen und eine Sonderabschreibungsmöglichkeit für gewerbliche Elektrofahrzeuge auf den Weg zu bringen (Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität, BR-Drs. 114/15).

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