Die novellierte SoS-Verordnung ist in Kraft

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Zukünftig muss jeder Mitgliedstaat nicht nur für die Versorgungssicherheit in seinem eigenen Land Sorge tragen, sondern zur Not auch anderen EU-Staaten zur Hilfe eilen. Dafür sorgt die novellierte SoS-Verordnung der EU, die am 28.10.2017 im europäischen Amtsblatt veröffentlicht wurde und ab dem 1.11.2017 in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gilt. Mit dieser Verordnung (EU) 2017/1938 wird ein EU-weiter Solidaritätsmechanismus eingeführt. Kommt es zu einer Versorgungskrise in einem EU-Staat und wird der sog. Versorgungsnotfall ausgerufen, helfen benachbarte Mitgliedstaaten der gleichen „Risikogruppe“. Das Ausrufen des Notfalls ist aber stets das letzte Mittel, um eine schwere Krise abzuwenden. Bevor ein EU-Staat zu diesem Mittel greift, muss er entsprechend seines Notfallplans eigene Maßnahmen ergreifen.

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Gasnetzbetreiber müssen Sprachkurs buchen

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Muss man eine gemeinsame Sprache haben, um miteinander reden zu können? Anders als für die EU mit ihren 23 Amtssprachen scheint für Gasnetzbetreiber die Antwort künftig „Ja“ zu sein.

Gasnetzbetreiber kommunizieren elektronisch mit den Marktgebietsverantwortlichen und tauschen Daten aus. Die so genannte EDI-Kommunikation bleibt eine Herausforderung, gerade für nachgelagerte Netzbetreiber. Erforderlich ist eine IT-Umgebung, welche die entsprechenden Nachrichten verstehen und verarbeiten kann – aktuell Nachrichten im Format EDIFACT, meist übermittelt via E-Mail. Doch jetzt hat der Verband der Europäischen Fernleitungsnetzbetreiber (ENTSOG) Ende Februar den Entwurf  für den Netzkodex Interoperabilität und Datenaustausch zur Konsultation gestellt.

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BNetzA will GABi Gas vorerst unangetastet lassen

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Die Bundesnetzagentur (BNetzA) will wohl vorerst doch nichts an der Festlegung zu Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im deutschen Gasmarkt (GABi Gas) ändern. Die Beschlusskammer 7 (BK7) hat am 1.2.2012 mitgeteilt, dass sie erwägt, das Verfahren zur Änderung der GABi Gas (GABi 2.0) teilweise einzustellen.

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Europäische Regulierer bestätigen GABi Gas (weitgehend)

Die deutschen Ausgleichs- und Bilanzierungsregeln im Gassektor (GABi Gas) werden aller Voraussicht nach nicht von der europäischen Harmonisierung über den Haufen geworfen. Diesen Schluss lässt die Rahmenleitlinie zum Gas Balancing zu, die die europäische Regulierungsbehörde ACER (Agency for the Cooperation of Energy Regulators) am 18. Oktober 2011 mit leichter Verzögerung verabschiedet hat. Auf deren Grundlage wird die Europäische Kommission in Kürze die europäischen Fernleitungsnetzbetreiber (ENTSOG – European Network of Transmission System Operators for Gas) verpflichten, innerhalb eines Jahres, also bis etwa Ende 2012, einen detaillierten Network Code zu verfassen. Erste Vorarbeiten hierzu werden bereits in der nächsten Woche in Brüssel vorgestellt. Die europaweiten Bilanzierungsregelungen werden ein wichtiger Baustein des europäischen Gas Grid Codes. Den Netzbetreibern wird eine Umsetzungsfrist von weiteren 12 Monaten eingeräumt, so dass mit den neuen Regelungen zum 1. Januar 2014 gerechnet werden kann.

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Über das Schicksal der GABi Gas wird in Brüssel entschieden

Das Ausgleichs- und Bilanzierungssystem im Gassektor steht möglicherweise vor einer tiefgreifenden Umwälzung. Daran ist nicht so sehr die Bundesnetzagentur (BNetzA) schuld: Die hat zwar Änderungen an den Grundregeln der Ausgleichs- und Bilanzierungsregeln (GABi Gas) angekündigt und ein entsprechendes Verfahren eröffnet. Aber das sind nur marginale „Nachbesserungen“. Grundlegende Eingriffe drohen von anderer Seite: aus Brüssel. Weiterlesen