Im Dickicht des Beauftragtenwesens

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Kennen Sie den Schulschwänz-Beauftragten? Oder sagt Ihnen die Beauftragte für Fußgängerinnen und Fußgänger etwas? Nein? Macht nichts. Die gibt es nämlich nur in Österreich, genauer gesagt in Wien, und braucht Sie daher nicht weiter zu interessieren. Und auch der Kokosnuss-Sicherheitsbeauftragte ist in unseren Breitengraden im Großen und Ganzen doch eher eine Ausnahmeerscheinung.

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Aufsichtsrats-Fortbildung: Wer zahlt die Kosten?

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Aufsichtsratsmitglieder müssen ein Mindestmaß an Sachkunde aufweisen. Das hat der BGH schon vor mehr als 20 Jahren in der Hertie-Entscheidung festgestellt. Doch wer sachkundig sein und bleiben will, muss sich fortbilden – und wer soll das bezahlen? Das regeln weder das Aktiengesetz (AktG) noch das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), und Rechtsprechung dazu gibt es keine. Man wird sich an § 670 BGB zu orientieren haben: „Macht der Beauftragte zum Zwecke der Ausführung des Auftrags Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet.“ Ob man diese Vorschrift direkt oder analog auf Fortbildungskosten anwendet, spielt keine Rolle. Es kommt vielmehr darauf an, ob die Fortbildungskosten im Einzelfall erforderlich sind.

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Gegen die Strömung: wie ländliche Stadtwerke Abwanderung, Überalterung und Fachkräftemangel begegnen können

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Der demographische Wandel wirkt sich auch auf die Mitarbeiterstrukturen von Energieversorgern aus (wir berichteten). Stadtwerke bilden hier keine Ausnahme. Gerade in ländlich geprägten Regionen im Osten Deutschlands ist eine Abwanderung junger Arbeitskräfte in Ballungsräume deutlich spürbar: Große Energiekonzerne locken Berufseinsteiger mit Entwicklungsmöglichkeiten, mit denen ein lokales Stadtwerk nur schwer mithalten kann. Teilweise werden aktiv junge Talente noch während ihres berufsbegleitenden Studiums abgeworben, so dass nicht nur die bereits eingeplante zukünftige Arbeitskraft, sondern auch die erheblichen Investitionen in deren Ausbildung verloren gehen.

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