Eigenkapitalzinssätze für Strom- und Gasnetze: Eine Frage der Kalkulation

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Wie hoch müssen die Eigenkapitalzinssätze sein, damit Strom- und Gasnetzbetreiber ihre Netze instand halten und sinnvoll, vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen der Energiewende, ausbauen können? Bei dieser Frage gehen die Meinungen der Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur (BNetzA) weit auseinander. Letztendlich ist alles eine Frage der Berechnung.

Am 13.7.2016 hatte die Bundesnetzagentur (BNetzA) zu den Eigenkapitalzinssätze einen Festlegungsentwurf veröffentlicht. Bereits zuvor hatte die GEODE ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die kalkulatorischen Eigenkapitalzinssätze für die 3. Regulierungsperiode in Höhe von 9,04 Prozent auf Neuanlagen und 7,25 Prozent auf Altanlagen detailliert abzuleiten. Die BNetzA hat indessen am 5.10.2016 signifikant geringere Zinssätze festgelegt, nämlich 6,91 Prozent auf Neuanlagen und 5,12 Prozent auf Altanlagen (Strom/Gas).

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Damit der NEP nicht zum NEPP wird

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Die Abkürzung NEP ist vielleicht etwas unglücklich gewählt. Denn: Um Lug und Trug geht es hier nicht. Aber harmlos ist das, was sich dahinter verbirgt, beileibe nicht – ganz im Gegenteil: Der Netzentwicklungsplan Gas hat es in sich.

Es ist keine Übertreibung: Der NEP Gas 2012 wird der Masterplan für den Ausbau und die Entwicklung der deutschen Gasnetze. Was im NEP Gas 2012 drin steht zu netztechnischen Maßnahmen, zum bedarfsgerechten Ausbau des Fernleitungsnetzes oder zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit – danach orientieren sich in Deutschland künftig die Investitionen in Gasnetze.

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