Konsultationsverfahren GSP Gas: BNetzA verlängert Stellungnahmefrist, aber teilt neuen Wert nicht mit

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Am 6.11.2017 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) angekündigt, den generellen sektoralen Produktivitätsfaktor (GSP) für die Betreiber von Gasversorgungsnetzen für die 3. Regulierungsperiode nun doch auf andere Weise ermitteln zu wollen als zunächst geplant. Die bisher am 10.11.2017 ablaufende Stellungnahmefrist ist bis zum 17.11.2017 verlängert worden.

Die Beschlusskammer 4 (BK 4) der BNetzA hatte am 12.10.2017 den Beschlussentwurf für eine Festlegung des GSP veröffentlicht. Nach dem beabsichtigten Tenor der Entscheidung sollte der GSP für die 3. Regulierungsperiode in Höhe von 0,88 Prozent festgelegt werden, wobei die BNetzA diesen Wert als arithmetisches Mittel der GSP-Werte gebildet hat, die sie aus der Anwendung des Törnquist-Index (0,76 Prozent) und des Malmquist-Index (1 Prozent) ermittelt hat. Ein positiver Wert des GSP in Höhe von 0,88 Prozent würde für die Gasnetzbetreiber erheblich geminderte Erlöse bedeuten.

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GSP-Urteil des Bundesgerichtshofs: Entscheidungsgründe klären das Bild

Am 28.6.2011 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) sein Grundsatzurteil zur Anreizregulierung verkündet (wir berichteten). Jetzt liegen die Entscheidungsgründe vor – und das Bild klärt sich. Leider, was die Perspektive der Netzbetreiber betrifft, nicht immer nur zum Positiven.

Die gute Nachricht: In der Entscheidung stellt der BGH fest, dass Weiterlesen