Der kurzfristige Kapazitätsmarkt Gas: Kommt er oder nicht? Oder doch, aber später?

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Die zweite Phase der Umsetzung des Kapazitätsmanagements im Gasbereich steht an: Zum 1.4.2012 soll der kurzfristige Kapazitätsmarkt mit Leben gefüllt werden (§§ 4 und 5 des Standardkapazitätsvertrages der KARLA Gas). Danach sollen Händler nicht genutzte oder anderweitig vermarktete Kapazitäten an die Fernleitungsnetzbetreiber zurückgeben müssen und die Re-Nominierungsmöglichkeiten beschränkt werden (10 Prozent der gebuchten Kapazität). Die Fernleitungsnetzbetreiber müssen die dadurch frei werdenden Kapazitäten über die Prisma (vormals TRAC-X) gebündelt auf fester Basis „day ahead“ verauktionieren – zum Startpreis von Null Euro! (wir berichteten).

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Kapazitätsmarkt Gas im Umbruch

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Die Festlegung KARLA Gas in Sachen Kapazitätsregelung und Auktionsverfahren im Gassektor der Bundesnetzagentur (BNetzA) ist im vergangenen Jahr erfolgreich in Kraft getreten. Seit August 2011 werden die Transportkapazitäten der nationalen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) primär über die gemeinsame Kapazitätsvergabeplattform TRAC-X vergeben; seit letztem Oktober mit einem einheitlichen Kapazitätsstandardvertrag.

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Hübsch, aber kompliziert: Hier kommt KARLA!

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Die Neigung der Bundesnetzagentur (BNetzA), ihren Beschlüssen niedliche Mädchennamen zu verleihen, scheint nicht zu bremsen: Nach „GABi“ und „GeLi“ hat die BNetzA am 24.2.2011 ihre lange angekündigte Festlegung in Sachen Kapazitätsregelungen und Auktionsverfahren im Gassektor (Az.: BK7-10-001) erlassen. Abkürzung: KARLA.

Inhaltlich kann von niedlich allerdings keine Rede sein: Mit großem Aufwand hat die BNetzA hier detaillierte Regelungen geschaffen, mit Hilfe derer Kapazitätsengpässe durch Überbuchung von vornherein vermieden werden sollen. Eine kaum überschaubare Zahl neuer Detailregelungen soll den Gasnetzzugang auf Fernleitungsebene künftig „vereinfachen“. Weiterlesen