Energiewende mit Hilfe von Demand Response Management meisterbar? – ein Interview mit Oliver Stahl der Entelios AG

Oliver Stahl und Dr. Johannes Fischer (Umweltbeauftragter der Paulaner Brauerei) (c) EnerNOC

Oliver Stahl (l.) und Dr. Johannes Fischer (r.)(Umweltbeauftragter der Paulaner Brauerei)
(c) Entelios

Oliver Stahl ist Gründer und Managing Director Europe der Entelios AG, seit 2014 ein Unternehmen der EnerNOC Gruppe. Entelios war das erste Unternehmen in Europa, das ein vollautomatisiertes Lastmanagement und die Steuerung dezentraler Erzeugeranlagen mit Fokus auf Industrie, Gewerbe und Öffentliche Einrichtungen entwickelt hat und in Zusammenarbeit mit Stadtwerken und Energieversorgern Demand-Response-Programme implementiert. Oliver Stahl ist außerdem Mitgründer und im Executive Board der Smart Energy Demand Coalition (SEDC), einem europäischen Industrieverband mit inzwischen mehr als 50 Mitgliedsunternehmen, das sich auf das Heben von Lastmanagement- und Energieeffizienzpotentialen konzentriert. Weiterlesen

Der Referentenentwurf eines Strommarktgesetzes hält (noch) nicht, was das Weißbuch verspricht

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Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat sich zum Ziel gesetzt, in Zeiten gewandelter energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen auch künftig die Basis für eine sichere, preiswürdige, klimafreundliche und effiziente Stromversorgung zu schaffen. Nach dem Grün– und dem Weißbuch (wir berichteten) liegt nun ein erster Entwurf eines Gesetzespakets zum Strommarkt vor. Was steht drin? Was sind die Hintergründe? Und was ist davon zu halten?

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Mehr Klarheit für den Strommarkt: Das Weißbuch des Bundeswirtschaftsministeriums

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Der nächste Schritt in Richtung Strommarktgesetz ist getan: Nach dem Grünbuch (wir berichteten) hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am 3.7.2015 das Weißbuch zum Strommarkt veröffentlicht. Im Grünbuch waren noch alle Fragen offen. Sind die wichtigsten Entscheidungen für den Strommarkt im Weißbuch nun alle getroffen worden?

Seit langem steht fest: einen umfassenden Kapazitätsmarkt wird es nicht geben. Sigmar Gabriel und sogar Angela Merkel hatten lange vor Veröffentlichung des Weißbuchs verlauten lassen, dass es eines zusätzlichen Leistungsmarktes nicht bedürfe. Da half auch der politische Druck aus Bayern und Baden-Württemberg nichts. Der zum sog. Energy-Only-Markt 2.0 (EOM 2.0) weiterentwickelte Markt soll es richten. Alles andere wird nach Ansicht des BMWi zu kompliziert und zu unsicher.

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Der Wissensdurst des BAFA oder: Was Unternehmen bei Auskünften zum EEG-Erfahrungsbericht bedenken sollten

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Stromkostenintensive Unternehmen, die eine Begrenzung der EEG-Umlage für 2016 beantragen, müssen im Online-Portal ELAN-K2 nicht nur Angaben darüber machen, dass und inwieweit sie die gesetzlichen Voraussetzungen der §§ 64 und 65 EEG 2014 erfüllen. Abgefragt werden auch Informationen zum EEG‑Erfahrungsbericht. Dazu ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) grundsätzlich befugt. Denn § 69 Satz1 EEG 2014 bestimmt, dass stromkostenintensive Unternehmen und Schienenbahnen, die eine EEG‑Umlagebegrenzung beantragen oder erhalten haben, bei der Evaluierung und Fortschreibung der Besonderen Ausgleichsregelung mitwirken müssen. Allerdings begrenzt das Gesetz den Umfang dieser Auskunftspflicht: Erfasst sind nach § 69 Satz 2 EEG 2014 Angaben zu sämtlichen selbstverbrauchten Strommengen, zu möglichen und umgesetzten effizienzsteigernden Maßnahmen, zu sämtlichen Bestandteilen der Stromkosten des Unternehmens, soweit dies für die Ermittlung durchschnittlicher Strompreise erforderlich ist, und zu weiteren Auskünften, die zur Evaluierung und Fortschreibung der Besonderen Ausgleichsregelung erforderlich sind.

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Die Zukunft des Energiehandels – Ein Interview mit Dr. Michael Redanz

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Interessante Einblicke in den Energiehandel von heute und morgen haben wir in den letzten Monaten dank unserer Expertenrunden (hier, hier und hier) bekommen. Parallel dazu führen wir gerade eine Energiehandels-Studie durch, die wir im Rahmen einer Konferenz am 15. Juni in Berlin vorstellen. Nun aber geht erst einmal unsere Interview-Serie in die nächste Runde. Auch für unser nunmehr viertes Interview in dieser Reihe konnten wir einen Branchenkenner gewinnen, der bereits seit 1998 tief in der Energiehandelswelt verwurzelt ist:

Dr. Michael Redanz hat in leitender Funktion den Aufbau und die Weiterentwicklung des Stromhandels bei der PreussenElektra und später bei der E.ON Trading gestaltet. Nach weiteren Stationen in verschiedenen Energiehandelsunternehmen ist Dr. Redanz seit 2008 Geschäftsführer der MVV Trading GmbH, ein Unternehmen der MVV Gruppe mit Sitz in Mannheim.

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Lastmanagement – Es besteht weiterhin Handlungsbedarf

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Beim Lastmanagement durch Unternehmen gäbe es eine Menge technisches Potenzial – aber das bleibt unter den bestehenden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ungenutzt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die  Deutsche Energie-Agentur (dena) kürzlich vorgestellt hat, nachdem die Bundesregierung sich Ende vergangenen Jahres bereits im Grünbuch das Thema auf die politische Agenda geschrieben hat (wir berichteten). Danach sind die Hauptgründe dafür, dass das Lastmanagement in Deutschland bisher in geringem Umfang zum Einsatz kommt, dass die Erlösmöglichkeiten zu gering und die Einschränkungen und Hemmnisse bei der Erschließung von flexiblen Lasten zu hoch sind und die Großverbraucher zu wenig darüber wissen.

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Eigenverbrauchsnachweis bei Industrieunternehmen

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Industrieunternehmen benötigen viel Energie. So viel Energie wie ganze Städte, allerdings in sehr flexibler, produktionsabhängiger Art und Weise. Für die in den Kundenanlagen bzw. den geschlossenen Verteilernetzen ansässigen Unternehmen sind die Strombezugskosten ein maßgeblicher Standortfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg, weil bis zum Inkrafttreten des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG 2014) in eigene Kraftwerke investiert wurde, um selbst Strom günstig, abgabenfrei und flexibel zu erzeugen.

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Stromzähler, die mitdenken

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Damit die Energiewende gelingt, müssen die Netze  intelligent werden. Jedenfalls in weiten Teilen ist hierfür auch eine intelligente Messtechnik erforderlich. „Smart Metering“ heißt deshalb das Gebot der Stunde. Bevor das Ziel eines weit verbreiteten Einsatzes neuer Messtechnik und damit einer intelligenten Netzinfrastruktur erreicht ist, gibt es aber noch zahlreiche Hürden zu meistern.

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Intelligente Netze – intelligent geplant?!

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Nimmt man den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ernst, will der Gesetzgeber bereits in diesem Jahr verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau intelligenter Netze schaffen. Wünschenswert wäre es. Solange die Netzinfrastruktur bleibt, wie sie ist, kann der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien kaum gelingen. Dezentrale Erzeugungsanlagen stellen den bislang üblichen Lastfluss von „oben nach unten“ auf den Kopf und die schwankende Erzeugung führt zu kurzfristigen Spannungsüberhöhungen oder
-einbrüchen.

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Energiewirtschaft 2013 – Neue Rechte, neue Pflichten

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Kraftwerksstilllegungen, Offshore-Anbindung und Laststeuerung – lange sah es so aus, als wollten die Diskussionen um diese Themen nie ein Ende nehmen. Doch kurz vor Jahresende hat der Gesetzgeber den langwierigen Kampf entschieden (wir berichteten) und die Ergebnisse schließlich schwarz auf weiß festgehalten. Das neue Energiewirtschaftgesetz (EnWG) und die dazugehörige Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLastV) sind nun in Kraft. Dies bringt für viele Marktteilnehmer eine Reihe von Neuerungen mit sich.

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