Berechtigung einer Gemeinde zum Vorsteuerabzug aus den Herstellungskosten einer Sporthalle

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Eine Gemeinde, die eine Sporthalle baut, kann die Umsatzsteuer auf die Herstellungskosten der Halle anteilig (im Verhältnis der zeitlichen Nutzung für Zwecke der Vermietung) als Vorsteuer abziehen, wenn sie die Halle stundenweise zum Beispiel Sportvereinen gegen Entgelt überlässt – und zwar auch dann, wenn das Entgelt unter dem Selbstkostenpreis liegt. Erforderlich ist, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Nutzungsüberlassung und der Gegenleistung – demnach ein Leistungsaustausch – besteht, was bei einem gegenseitigen Vertrag in aller Regel anzunehmen ist. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) kürzlich entschieden (Urt. v. 28.6.2017, Az. XI R 12/15).

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BFH erteilt rote Karte: Keine Vorsteuer bei Spielervermittlerhonoraren

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Der Fall spielt im Fußball, und dort sind wir bekanntlich alle Experten – aber seine Auswirkungen könnten weit über das Reich von König Fußball hinausgehen. Es geht um die jüngste Entscheidung (Urt. v. 28.8.2013, Az. XI R 4/11) des Bundesfinanzhofs (BFH) über die Vorsteuerfähigkeit der Rechnungen von Spielervermittlern.

Der BFH hat in dieser Entscheidung die Klage eines Vereins der Fußball-Bundesliga abgewiesen, der die von ihm gezahlte Umsatzsteuer an Spielervermittler als Vorsteuer geltend machen wollte. In den Jahren 2000 und 2001 hatte der Verein mit vielen Spielern Verträge geschlossen oder verlängert, die von Spielervermittlern beraten wurden. In diesem Rahmen zahlte der Verein dem Vermittler für jeden Vertragsabschluss ein Vermittlungshonorar. Die Vermittler stellten hierfür Rechnungen mit gesondertem Umsatzsteuerausweis an den Verein aus. Die gezahlte Umsatzsteuer wollte der Verein als Vorsteuer geltend machen, was das Finanzamt aber ablehnte, da es an einem Leistungsaustausch fehle.

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