Digitalisieren die Messstellenbetreiber die Energiewende oder wendet die Digitalisierung die Energieversorgung? (Teil 2)

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Die Überschrift des neuen Gesetzesentwurfes vereint gleich zwei Buzz-Words der aktuellen politischen Großwetterlage: „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“. Doch sein Inhalt besteht im Wesentlichen nur aus einem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) (wir berichteten in unserem Teil 1) mit sehr stark an Planwirtschaft erinnernden Aufgaben. Die Kosten und die Erlöse für den Messstellenbetrieb intelligenter Messsysteme (iMsys) unterliegen zwar nicht mehr der Regulierung, die Erlöse sind aber mit einer Preisobergrenze versehen, wohingegen nach unseren Erkenntnissen aus Marktevaluierungen für Smart Meter Gateways deren Kosten, aber auch deren Implementierung sowie deren Administration sehr stark geprägt sind durch sprungfixe Kostenbestandteile.

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Der Countdown für das Verordnungspaket intelligente Netze (Teil 3) – Die Branche diskutiert über kritische Inhalte

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Im Februar haben wir hier über die Eckpunkte des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium (BMWi) für das Verordnungspaket Intelligente Netze berichtet (Teil 2 unserer Reihe). Am 9.2.2015 erhielt die Branche erneut Gelegenheit, ihre Kritik sowie Anregungen vorzutragen. Im Mittelpunkt der laufenden Diskussionen stehen dabei folgende Punkte:

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Wie war das nochmal? 2014 im Schnelldurchlauf

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Ein bekannter Aphorismus lautet: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Das gilt natürlich auch für die Energiepolitik. Da 2014 ein sehr turbulentes Jahr gewesen ist, haben wir die wichtigsten energiepolitischen Entscheidungen und Ereignisse noch mal in einen Newsletter verpackt. Mit einem kleinen Ausblick natürlich …

Ihr DerEnergieblog.de!

PS: Wer wissen möchte, wie es konkret im Energiehandel 2015 weitergeht, für den ist das hier vielleicht interessant.

Die EnWG-Reform, Teil 4: Intelligente Regeln für intelligente Zähler und Netze

Das Energiewirtschaftsgesetz wird novelliert. Wir zeigen, was der Gesetzgeber plant und was von der Reform zu halten ist. Teil 4 der Serie: Wie der Wechsel zu intelligenten Strom- und Gaszählern gelingt.

Intelligente Netze, die den Stromverbrauch in Abhängigkeit der Produktion (insbes. Erneuerbarer Energien) steuern können, setzen intelligente Zähler voraus: Messsysteme, die nicht nur erfassen, wie viel Strom verbraucht wird, sondern auch die Nutzungszeit anzeigen und bidirektional kommunizieren können. Die EnWG-Reform verfolgt das Ziel, solche Smart-Metering-Systeme flächendeckend zu etablieren.

Daran gibt es im Prinzip nichts auszusetzen. Allerdings wird die Umsetzung der neuen Vorschriften viel Geld kosten. Diese Zusatzkosten müssen bei der Entgeltregulierung berücksichtigt werden – denn insbesondere die Verteilernetzbetreiber müssen die neue Technik „in die Fläche“ bringen. Das sollte in den relevanten Verordnungen verankert werden, um den Regulierungsbehörden eine belastbare Handlungsgrundlage zu geben. Weiterlesen