BFH klärt Abschreibungsbeginn bei Windkraftanlagen

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Windräder können kaputt gehen oder auf andere Weise dauerhaft an Wert verlieren. Wenn das passiert, ist der Wertverlust über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Was aber, wenn der Wertverlust bei oder kurz nach der Inbetriebnahme eintritt? Was ist genau der Zeitpunkt, auf den es für die Ermittlung des Wertverlusts ankommt? Dazu hat der Bundesfinanzhof (BFH) sich jetzt geäußert (Urt. v. 22.9.2016, Az. IV R 1/14).

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Ein Wirtschaftsgut, zwei Nutzungsdauern: Ergänzungsbilanz kann von Gesamthandsbilanz abweichen

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Wenn man Anteile an einer Personengesellschaft kauft und dafür mehr als den Betrag zahlt, der sich aus dem Buchwert in der Gesamthandsbilanz der Personengesellschaft ergibt, muss man eine Ergänzungsbilanz aufstellen. Dort ist der übersteigende Betrag auszuweisen.

Was passiert aber mit den Abschreibungen? Muss man die Wirtschaftsgüter der Personengesellschaft in der Ergänzungsbilanz über den gleichen Zeitraum abschreiben wie in der Gesamthandsbilanz? Vor dieser Frage stand der Bundesfinanzhof (BFH) in einem kürzlich entschiedenen Fall (Urt. v. 20.11.2014, Az. IV R 1/11). Die Antwort: Ergänzungs- und Gesamthandsbilanz sind zweierlei. Somit kann ein und dasselbe Wirtschaftsgut unterschiedlich lange Nutzungsdauern haben, je nachdem, ob man in die Ergänzungs- oder in die Gesamthandbilanz schaut.

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Wie man den abschreibungsfähigen Anteil des Grundstückskaufpreises ermittelt

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Wer ein bebautes Grundstück kauft, kann einen Teil des Kaufpreises über die Nutzungsdauer abschreiben – nämlich den, der auf das Gebäude entfällt. Das Grundstück selbst dagegen hat keine endliche Nutzungsdauer, daher kann man insoweit auch nichts abschreiben. Wie aber teilt man den Kaufpreis auf Gebäude und Grundstück auf?

Bislang galt, dass dafür der Kaufvertrag der Maßstab ist. Was im notariellen Vertrag zur Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Boden und Gebäude niedergelegt ist, das ist grundsätzlich der Besteuerung zu Grunde zu legen.

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BFH klärt Abschreibungsfragen bei Windkraftparks

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Investoren, die sich an einem Windkraftpark-Fonds beteiligen, können ihren Anteil an den Kosten für den Dienstleistungsvertrag zur Bauleitung und Koordination des Windkraftparks nicht sofort als Betriebskosten absetzen: Vielmehr gehören diese Aufwendungen zu den Anschaffungskosten und müssen somit über die ganze Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt entschieden (Az. IV R 15/09).

In dem entschiedenen Fall ging es um einen Fonds, der zwölf Windkraftanlagen betrieb. Bauleitung und Koordination bis zur Fertigstellung des Windkraftparks wurde einer anderen Gesellschaft übertragen. Streitig war, als was die Kosten für Platzierungsgarantie, Prospekterstellung/-prüfung, Koordinierung/Baubetreuung und Eigenkapitalvermittlung zu qualifizieren sind – als Betriebs- oder als Anschaffungskosten. Weiterlesen