Klarstellung des Bundesarbeitsgerichts: Insolvenzfestigkeit eines Abfindungsanspruchs

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Wenn sich ein Unternehmen von einem Mitarbeiter durch gerichtliche Auflösung trennt, wird eine Abfindung fällig. Was, wenn das Unternehmen in die Insolvenz geht? Dazu hat jüngst das Bundesarbeitsgericht (BAG) ein klarstellendes Urteil (v. 14.3.2019, Az. 6 AZR 4/18) gefällt.

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Fristlose Kündigung – Was darf sich ein Chefarzt alles erlauben oder ist Autofahren schwieriger als Operieren?

Ärzte gelten bekanntlich als „Halbgötter in weiß“. Doch sind sie deshalb auch arbeitsrechtlich unantastbar? Ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 25.12.2012 – 2 AZR 495/11 – scheint dies nahe zu legen.

Folgender Fall erregte Aufsehen: Ein – offenbar multitaskingfähiger – Chefarzt eines deutschen Krankenhauses nahm zu Operationen regelmäßig auch sein privates Handy mit in den Operationssaal und wies das OP-Personal an, jeden Anruf anzunehmen. Um die Privatgespräche führen zu können, unterbrach er teilweise die Operationen oder ließ sich das Handy an sein Ohr halten, während er Operationen fortführte. Die Telefonate, bei denen es sich zum Beispiel um Gespräche wegen „wichtiger Termine“ mit dem für sein Eigenheim beauftragten Fliesenleger handelte, dauerten bisweilen mehrere Minuten. Zwar bekam der narkotisierte und auf dem OP-Tisch „präparierte“ Patient hiervon nichts mit. Auch kam es zum Glück bei keinem der operierten Patienten zu Kunstfehlern. Allerdings empfand das OP-Team die Privatgespräche als äußerst störend.

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