„Der kurzfristige Handel wird eine immer größere Rolle spielen“ – ein Interview mit Oliver Maibaum

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Wie geht es mit dem Energiehandel weiter? Diese Frage möchten wir an dieser Stelle nicht selbst einschätzen, sondern von führenden Köpfen der Energiehandels-Branche beantworten lassen. Vor zwei Wochen hat ein Gespräch mit Stefan Judisch und Dr. Markus Krebber den Startschuss für unsere lose Interview-Serie gegeben, mit der wir unsere Stu­die zur Zukunft des Ener­gie­han­dels begleiten. (Wenn Sie an der Studie teil­neh­men möch­ten, fin­den Sie wei­tere Infor­ma­tio­nen und den Fra­gen­bo­gen hier (dt./engl.)).
Heute möchten wir den Diplom-Politologen Oliver Maibaum zu Wort kommen lassen.

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Anpassung des EFET-Vertrages an REMIT und EMIR erforderlich

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Über die EU-Regelwerke zur Energie- und Finanzmarktregulierung mit ihren komplizierten Namen – etwa die Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandels (REMIT) oder die zum außerbörslichen Derivatehandel (EMIR) – ist hier schon viel geschrieben worden. REMIT und EMIR sind seit dem 28.12.2011 bzw. dem 16.8.2012 in Kraft und mit ihnen bereits erste Pflichten. Für die vollständige Aktivierung waren und sind aber noch weitere Konkretisierungsschritte durch die Europäische Kommission erforderlich. Zum Teil sind diese – jedenfalls soweit es die EMIR betrifft – schon da und müssen auch schon beachtet werden. Das heißt zum einen, dass die betroffenen Unternehmen die personellen und technischen Voraussetzungen dafür schaffen müssen, um den Anforderungen genügen zu können. Darüber hinaus sollten sie aber auch die jeweiligen Vertragsgrundlagen – wie der typischerweise im Energiehandel verwendete EFET-Rahmenvertrag – im Blick behalten und entsprechend anpassen.

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FAQs zur Energie- und Finanzmarktregulierung (Teil 2)

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Nachdem wir mit unserem Teil 1 die ersten drängendsten Fragen zur REMIT beantwortet haben, widmen wir uns nun der eigentlichen Finanzmarktregulierung, die künftig in weiten Teilen auch den Energiehandel beeinflussen wird.

Heute: Häufig gestellte Fragen zur künftigen Markets in Financial Instruments Directive (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente), der MiFID II.

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EMIR tritt in Kraft: Tu’ was … aber was, sagen wir Dir erst später!

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Sie laufen unter sonderbaren Akronymen, und sie werden immer mehr: Neben MiFID/MiFIR, REMIT & Co. (wir berichteten) trat gestern nun die sog. EMIR (European Market Infrastructure Regulation – im Deutschen offiziell die Verordnung über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister) in Kraft. Sie betrifft den außerbörslichen Handel mit Finanzderivaten wie Optionen, Swaps oder Termingeschäften. Die EMIR wird also im OTC-Derivatemarkt für einige Änderungen sorgen. Welche genau, ist noch unklar, aber so viel lässt sich jetzt schon sagen: Eigentliches „Angriffsobjekt“ sind zwar in erster Linie Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen. Die Energieversorgungsunternehmen bleiben aber auch nicht ganz verschont.

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Was die MiFID wirklich bringt: Konsequenzen für den Energiehandel

Seit Anfang September 2011 machen Berichte über die kommende, runderneuerte MiFID (Markets in Financial Instrument Directive – Finanzmarktrichtlinie) die Runde. Das Handelsblatt berichtete, andere zogen nach. Es wurde die Finanzkrise erwähnt, die G20-Beschlüsse, die Gefährdungen durch und für die Finanzmärkte. Der Energiehandel aber wurde nicht genannt. Er mag im Kontext von Finanz- und Schuldenkrise als bloße Fußnote erscheinen. In einem Lehrbuch über die Finanzmarktregulierung würde er vielleicht ein eigenes Kapitel bekommen. Aber die jetztige MiFID-Novelle wird erweisen, wie dick das Kapitel künftig wird. Weiterlesen