Erhöhung der Gasbilanzierungsumlage bringt Lieferanten vor Ort in Schwierigkeiten

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Am 1.10.2018 hat das aktuelle Gaswirtschaftsjahr begonnen. Zu diesem Stichtag haben die beiden deutschen Marktgebietsverantwortlichen NetConnect Germany (NCG) und GASPOOL Balancing Services ihre Bilanzierungsumlagen stark erhöht. Die Anpassung erfolgte formal ordnungsgemäß sechs Wochen vor dem Stichtag und wird von den Marktgebietsverantwortlichen mit höheren erwarteten Ausgleichskosten und einer Anpassung des Liquiditätspuffers begründet. Die Bilanzierungsumlagen für SLP- und RLM-Verbraucher sollen den Aufwand abbilden, der durch die Verrechnung der Kosten und Erlöse im Bilanzierungssystem für Regel- und Ausgleichsenergie nicht verursachungsgerecht zugeordnet werden kann. Hier fließen die Positionen aus Mehr- und Mindermengenabrechnung sowie die Erlöse aus den Umlagen selbst mit ein.

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Prost, Herr Nachbar! Was die „gemeinsame Erklärung“ der 12 EU-Staaten zum Strommarkt zu bedeuten hat

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Wer öfters mit Juristen zu tun hat, lernt seine Worte auf die Goldwaage zu legen und weiß, dass eine „gemeinsame Erklärung“ nicht mit einer Vereinbarung, einem Vertrag oder einer Übereinkunft zu verwechseln ist. Eine solche gemeinsame Erklärung haben die „elektrischen Nachbarn“ abgegeben. Das sind, vereinfacht gesagt, Deutschland und seine stromübertragungstechnischen Anrainer (Deutschland und Norwegen bzw. Schweden haben weiterhin keine gemeinsame Grenze, keine Sorge, liebe Dänen!). Diese Nachbarn erklärten nun gemeinsam, dass man demnächst offiziell durch Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung gemeinsam erklären werde, für Versorgungssicherheit in der Nachbarschaft zu sein und dieselbe mit einer Reihe von Maßnahmen gemeinsam umsetzen zu wollen. Und obendrein erklärt man, dass die Erklärung keine Rechtskraft besitze (und, das bleibt unausgesprochen, natürlich auch nicht gegen den EU-Binnenmarkt verstoße).

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Wovon wir reden, wenn wir von Energiehandel reden: Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der EEX Peter Reitz

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Beschäftigt man sich mit dem europäischen Energiehandel, so richtet sich der Fokus früher oder später zwangsläufig auf die European Energy Exchange (EEX), dem führenden Energiehandelsplatz in Europa. Bei einer Interviewreihe zum Thema Energiehandel darf deshalb auch ein Vertreter der EEX nicht fehlen. Mit Peter Reitz haben wir niemanden geringeren als den Vorstandsvorsitzenden der EEX für ein Gespräch gewinnen können. Peter Reitz hält diese Position seit August 2011 inne. Seine Karriere startete der Diplom-Mathematiker als Produktmanager bei der Deutsche Börse AG in Frankfurt. Bevor er bei der Terminbörse Eurex sein Amt als Mitglied des Vorstands antrat, arbeitete er von 2000 bis 2001 bei Dow Jones Indexes in New York.

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Lastmanagement – Es besteht weiterhin Handlungsbedarf

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Beim Lastmanagement durch Unternehmen gäbe es eine Menge technisches Potenzial – aber das bleibt unter den bestehenden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ungenutzt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die  Deutsche Energie-Agentur (dena) kürzlich vorgestellt hat, nachdem die Bundesregierung sich Ende vergangenen Jahres bereits im Grünbuch das Thema auf die politische Agenda geschrieben hat (wir berichteten). Danach sind die Hauptgründe dafür, dass das Lastmanagement in Deutschland bisher in geringem Umfang zum Einsatz kommt, dass die Erlösmöglichkeiten zu gering und die Einschränkungen und Hemmnisse bei der Erschließung von flexiblen Lasten zu hoch sind und die Großverbraucher zu wenig darüber wissen.

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Regelenergiemarkt Gas – neue Vorgaben durch den Regulierer?

Auf europäischer Ebene werden derzeit die Fundamente für eine europaweit einheitliche Gestaltung der Regelenergiemärkte Gas gegossen (siehe Blog v. 21. Oktober 2011). Aber auch auf nationaler Ebene arbeitet die Bundesnetzagentur (BNetzA) an – allerdings wesentlich detaillierteren – einheitlichen nationalen Bedingungen für den Regelenergiemarkt.

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