Die Energieagenten Versorgungs-GmbH meldet Insolvenz an

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Nach FlexStrom, Care-Energy und EnVersum hat die Energiebranche die nächste Insolvenz zu verkraften: Die erst im Jahr 2014 gegründete Energieagenten Versorgungs-GmbH hat Insolvenz beantragt, und am 7.6.2018 hat das Amtsgericht (AG) Bonn die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Jens Fahnster aus Sankt Augustin. Vor allem Kunden von SAVERO Energie – einer seit Herbst 2016 bekannten Marke des Öko-Energieanbieters Die Energieagenten Versorgungs-GmbH – sind von der Insolvenz betroffen.

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PFC: die geheimnisvolle Gefahr im Untergrund

PFC: diese drei unschuldigen Buchstaben sorgen derzeit in einigen Kommunen und Landkreisen für eine Menge Unruhe. Dahinter verbirgt sich die Abkürzung für „per- und polyfluorierte Chemikalien“, eine Gruppe ausschließlich synthetisch herstellbarer Stoffe, die in der Industrie und Landwirtschaft in einer Vielzahl von Verbraucherprodukten eingesetzt wird. Ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften machen die Chemikalie vor allem für die Textil-, die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie interessant. PFC finden sich darüber hinaus z.B. auch in verschiedenen Baustoffen und Schmiermitteln, in Löschschäumen der Feuerwehr oder auch in Pestiziden.

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Schadensersatz für Förderkürzungen – PV-Investoren siegen gegen Spanien

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Nun haben die Photovoltaik(PV)-Investoren einen ersten Sieg eingefahren: Das Schiedsgericht im Fall Eiser vs. Königreich Spanien hat ihnen Recht gegeben und Spanien mit Urteil vom 4.5.2017 zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.

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Verteilernetzbetreiber haften für Überspannungsschäden nur im Einzelfall

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Verteilernetzbetreiber müssen gegenüber Privatkunden ggf. nach dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) haften, wenn es in ihrem Netz zu Überspannung kommt und dadurch bei den Anschlussnehmern Schäden entstehen. Dies hatte im letzten Jahr der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Urt. v. 25.2.2014, Az. VI ZR 144/13) und damit viel Staub aufgewirbelt (wir berichteten). Offen war dabei aber geblieben, ob dies auch gilt, wenn die Spannungsschwankungen auf besondere Umstände wie etwa Naturgewalten zurückzuführen sind. Über einen solchen Fall hatte jetzt allerdings die Schlichtungsstelle Energie e.V. zu entscheiden. Ihre Antwort: in diesem Fall – NEIN.

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Verkeimte Wasserzähler: Wie man die rechtlichen Risiken minimiert

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Mit Bakterien belastete Wasserzähler – eine Hiobsbotschaft für Verbraucher und Versorger. Anfangs hatte man noch gehofft, dass nur einzelne Zähler mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa befallen sind. Inzwischen ist klar, dass eine Vielzahl von Wasserversorgern und Wasserzähler verschiedener Hersteller betroffen sind. Die meisten Wasserversorgungsunternehmen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, das Problem zu beseitigen. Doch neben den technischen Fragen gibt es auch rechtliche: Wer haftet? Und wann? Und was muss man tun, um das rechtliche Risiko zu minimieren?

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Neues von TelDaFax: Nun geht es gegen die Vorstände

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Vor wenigen Wochen hat die Staatsanwaltschaft Bonn Anklage gegen die ehemaligen TelDaFax-Chefs Gernot Koch, Michael Josten und Klaus Barth erhoben. Konkret wird ihnen Insolvenzverschleppung, gewerbsmäßiger Betrug in 241 Fällen und Bankrott in vier Fällen vorgeworfen. Dabei geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Unternehmen bereits Mitte 2009 zahlungsunfähig und überschuldet war (wir berichteten). Insolvenzantrag wurde aber erst am 14.6.2011 gestellt. Dies hatte einen enormen Schaden für eine Vielzahl von Kunden zur Folge, der in der Anklageschrift auf 185.000 Euro beziffert wird. Tatsächlich dürfte der Schaden um ein Vielfaches höher sein.

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Filmmusik – das Salz in der Suppe, aber was ist sie wert?

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Ein knarrender Dielenboden, das Klacken von sich unaufhörlich nähernden Schritten, eine geheimnisvolle Bildführung mit schattenhaft dargestellten Personen, im Hintergrund vielleicht noch die Umrisse der vom rauschenden Wind angefachten kraftvollen Rotorblätter eines Windparks – und all das unterlegt mit einer Musik, die keinen Zweifel daran lässt, dass Unheil droht. Solche „Hitchcock-Momente“ kennt jeder. Ein guter Film, gleich ob es sich um einen Kinofilm oder zum Beispiel um einen Imagefilm in der Energiebranche handelt, funktioniert nur in Symbiose mit einer maßgeschneiderten Filmmusik. Musik, richtig eingesetzt, ist der perfekte Träger für Emotionen. Was wäre „Das Leben des Brian“ ohne „Always look on the bright side of life“, „Pulp Fiction“ ohne „Girl, you’ll be a woman soon“ oder der Tatort ohne seine Titelmelodie? Die frühen Stummfilme behalfen sich sogar ganz und gar damit, die fehlenden Dialoge durch dramaturgisch eingesetzte musikalische Untermalung zu ersetzen.

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Kaum zu glauben: Ein zu gutes Arbeitszeugnis kann eine Diskriminierung begründen!

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Vor dem Arbeitsgericht wegen (vermuteter) Diskriminierung auf Schadensersatz zu klagen, kommt zunehmend in Mode. Aber damit nicht genug: Zusätzlich offenbart die Rechtsprechung in den letzten Monaten immer neue Gefährdungspotentiale. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) zeigte nun mit einem neuen Urteil vom 21.6.2012 (Az. 8 AZR 364/11), dass Arbeitgeber sogar in die Entschädigungsfalle tappen können, nur weil sie ein zu gutes Arbeitszeugnis ausstellen. Wie das?

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