Energiemesswesen: Bestandsschutz nach § 19 Abs. 5 MsbG für nicht zertifizierte Messsysteme

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Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) regelt nicht nur den Rollout intelligenter Messsysteme, sondern auch den Bestandsschutz nach § 19 Abs. 5 MsbG. Diese Vorschrift gibt grundzuständigen (und wettbewerblichen) Messstellenbetreibern die Möglichkeit, auch zukünftig Messsysteme einzubauen, die nicht nach dem MsbG zertifiziert sind, und diese bis zu acht Jahre ab Einbau zu nutzen. Messsysteme sind alle in ein Kommunikationsnetz eingebundenen Messeinrichtungen (auch RLM, EDL-40-Zähler).

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„Der Übergang in das Zeitalter der Digitalisierung wird sich auf alle Bereiche eines EVUs disruptiv auswirken“ – ein Interview mit Dr. Andreas Lied

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Während „Energiewende“ viele Jahre lang der zentrale Begriff in Fachdiskussionen war, ist das neue Trendwort längst „Digitalisierung“. Beiden Begriffen wohnt das Potential inne, traditionelle Systeme umzukrempeln, oder drastischer formuliert: einschneidend zu wirken. Während die Folgen durch die Energiewende für die Branche aber nun mittlerweile einigermaßen vorhersagbar und kalkulierbar sind, ist bei der Digitalisierung noch alles sehr vage und fremd. Wir haben uns deshalb – und anlässlich des 6. Geburtstags der Becker Büttner Held Consulting AG – mit dem Vorstand der Becker Büttner Held Consulting AG (BBHC) Dr. Andreas Lied unterhalten, welchen Herausforderungen sich die Branche in Zukunft stellen muss. Die BBHC wurde 2010 als Tochter von BBH gegründet, die die Rechtsberatung von BBH ergänzt.

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Wer hat an der Uhr gedreht? Unsere News zum Gas

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Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit liegt hinter uns, die Marktraumumstellung von L- auf H-Gas hat gerade erst begonnen. Und die wird die Gaswirtschaft noch einige Zeit beschäftigen; genauso wie unsere gute alte Bekannte: GABi Gas. Die Festlegung in ihrer Update-Version 2.0 wird in ihrer zweiten Umsetzungsstufe zusammen mit der Überarbeitung des Lieferantenrahmenvertrages in die KoV 9 einfließen, die im neuen Gaswirtschaftsjahr gelten wird. Aber nicht nur für die Netzebene gibt es allerhand Neues, auch für den Vertrieb gibt es einiges zu beachten. Und dann sind da ja noch der Gesetzgeber und die Bundesnetzagentur, die nicht untätig sind. Ein Glück gibt es unseren aktuellen Gas-Newsletter, der alles Wichtige zusammenfasst…

Ansprechpartner: Dr. Olaf Däuper/Dr. Erik Ahnis/Klaus-Peter Schönrock/Janka Schwaibold

Neue Anforderungen an Zählerplätze: Müssen die Netzbetreiber ihre technischen Anschlussbedingungen überarbeiten?

Boarding_Flying_modIntelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen, auch „Smart Meter“ genannt, werden schon bald aus dem Netzbetrieb nicht mehr weg zu denken sein. Der Entwurf zum Messstellenbetriebsgesetz (wir berichteten) setzt fest, wie die Einbaupflichten und –fristen beschaffen sind. Die zukünftigen digitalen Zähler ermöglichen u.a. den Stromverbrauch in Echtzeit genau zu erfassen, was nicht zuletzt eine verbesserte Netzbetriebsführung möglich macht.

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„Wir dürfen nicht darauf warten, dass der Gesetzgeber alle Probleme für uns löst.“ – Interview mit Dr. Frank Otto von der DREWAG NETZ zum Thema Smart Meter

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Dr.-Ing. Frank Otto ist Geschäftsführer der DREWAG NETZ GmbH und der ENSO NETZ GmbH. Nach dem Studium der Elektroenergieversorgung in Zittau und Station bei TRO Berlin und ESAG war er zuletzt als Hauptabteilungsleiter Elektrizität bei der DREWAG tätig, bevor die Netzgesellschaft ausgegründet wurde. Heute engagiert er sich beim VKU und BDEW insbesondere für das Thema „Neue Rolle der Verteilnetzbetreiber“ (DSO 2.0). Wir haben Herrn Dr. Otto gebeten, seine Erfahrungen mit intelligenten Messsystemen (Smart Meter) mit uns zu teilen. 

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Neue Herausforderungen in der Gaswirtschaft

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Schneverdingen und Böhmetal – sagt Ihnen nichts? Dabei spielen die beiden Orte in Niedersachsen für die Gaswirtschaft eine wichtige Rolle: Hier sollen nämlich die ersten Netze von L- auf H-Gas umgestellt werden. Neben der Marktraumumstellung erwartet die Branche eine weitere tiefgreifende Änderung: Die GaBi Gas 2.0 wird eine Netzkontobetrachtung auf Tagesbasis einführen. Sie fragen sich, welche Auswirkungen das auf den Netzbetrieb und auf die Beschaffung bzw. den Vertrieb haben wird? Und würden gerne wissen, was es sonst für Neuigkeiten bei Gesetzgebung und Bundesnetzagentur (BNetzA) gibt?  Dann empfehlen wir Ihnen die Lektüre unseres aktuellen Gas-Newsletters.

Ansprechpartner: Dr. Olaf Däuper/Klaus-Peter Schönrock/Janka Schwaibold

Neues Mess- und Eichrecht zum 1.1.2015: Neue Anforderungen an das Verwenden von Messwerten

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Seit dem 1.1.2015 gilt in Deutschland ein neu gestaltetes Mess- und Eichrecht. Das neue Mess- und Eichgesetz (MessEG) und die Mess- und Eichverordnung (MessEV) haben das bisher geltende Eichrecht – insbesondere Eichgesetz (EichG) und Eichordnung (EichO) – abgelöst. Zeitnah (wohl zum 1.3.2015) wird auch die Mess- und Eichgebührenverordnung in Kraft treten. Am 18.12.2014 hat der Bundesrat die Verordnung angenommen (BR-Drs. 631/14), die zu deutlich höheren Eichgebühren führen wird. Für die Energiebranche ist dieses gesetzgeberische Projekt vor allem wegen der Neuerungen interessant, die Messgeräteverwender und erstmals ausdrücklich auch so genannte „Verwender von Messwerten“ betreffen.

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IT-Lösungen für intelligente Messsysteme: Von der Zählerfernauslesung zum Meter-Data-Management – Was kommt, was bleibt?

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Bei Neubauten und größeren Renovierungen (seit dem 4.8.2011) sowie bei Entnahmestellen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh müssen intelligente Messsysteme verbaut werden. Auf der Einspeiseseite trifft es – nach aktueller Gesetzeslage – alle EEG- und KWK-Anlagen mit einer installierten Leistung größer 7 kW sowie einer Inbetriebnahme ab 4.8.2011. Das ist längst beschlossene Sache (wir berichteten). Verzögert wird der flächendeckende Rollout derzeit lediglich dadurch, dass die technischen Mindestanforderungen noch fehlen – genauer die Messsystemverordnung (MSysV), denn die beiden Schutzprofile SMGW (BSI-CC-PP-0073 V1.2) und Sicherheitsmodul (BSI-CC-PP-0077 V1.0) sowie die technische Richtlinie TR-03109 (V1.0) sind bereits veröffentlicht. Mit der Verabschiedung der MSysV fällt der Startschuss für den Einbau von intelligenten Messsystemen.

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Die billigste Flexibilität ist ein intelligentes Netz?

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Im letzten Teil unserer losen Serie zum Thema Flexibilität und Stabilität soll das Netz selbst im Mittelpunkt stehen. Bisher stand, wie in Teil 1 schon eingeführt, dabei im Vordergrund, die Wege im Stromnetz zwischen Erzeugern und Verbrauchern kurz zu halten. Daher hat man in der Vergangenheit die großen Kraftwerke in die Nähe der Bevölkerungszentren gelegt. Nordrhein-Westfalen ist ein gutes Beispiel: Es ist das bevölkerungsreichste Bundesland und hat auch die meiste Stromerzeugung – Energieland NRW halt.

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Einbau Strom- und Gaszähler: Was ist nach den jüngsten Gesetzesänderungen wann einzubauen?

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Um die Energiewende möglich zu machen, hat der Gesetzgeber für bestimmte Kunden den Einbau intelligenter Messsysteme vorgeschrieben. Bis diese „Smart Meter“ allerdings am Markt verfügbar sein werden, wird noch einige Zeit vergehen. Wie der Übergang bis dahin vonstatten gehen soll, regelt eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), die kurz vor dem Jahreswechsel in Kraft getreten ist.

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