Grüner Strom aus der Region? Warten auf die Regionalnachweise

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Strom aus Erneuerbaren Energien, der nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird, kann grundsätzlich nicht als Grünstrom gekennzeichnet werden. Um aber zumindest den grünen Strom aus der Region als solchen vermarkten zu können, auch wenn er nach dem EEG gefördert wurde, sieht das EEG 2017 sog. Regionalnachweise vor (wir berichteten). Sie sollen beim Umweltbundesamt (UBA) in einem elektronischen Register geführt werden.

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Jenseits des Mieterstroms: Weitere wichtige Änderungen im EEG 2017 beschlossen

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Am 29.6.2017 hat der Bundestag das „Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ verabschiedet, und am 7.7.2017 hat das Gesetz nunmehr auch den Bundesrat passiert (wir berichteten). Im Windschatten des Mieterstromthemas sind eine Reihe weiterer wichtiger Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) beschlossen worden, über die wir im Folgenden berichten wollen.

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Das Mieterstromgesetz ist beschlossen

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Das Mieterstromgesetz (wir berichteten) kann in Kraft treten. Am 29.6.2017 hat es den Bundestag passiert, und nun am vergangenen Freitag (7.7.2017) auch den Bundesrat. Damit hat das Gesetz alle Hürden genommen. In den nächsten Wochen wird es im Bundesgesetzblatt verkündet, ab dann gilt es.

Einige wesentliche Bestimmungen des Regierungsentwurfs hatten wir bereits in unserem Blog-Beitrag vom 28.4.2017 dargestellt. Im anschließenden Gesetzgebungsverfahren hat der Gesetzgeber aber noch einmal an einigen Stellschrauben gedreht. Die wesentlichen Änderungen sollen hier kurz dargestellt werden.

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Einfach kompliziert: Die neuen Melde- und Stromkennzeichnungspflichten für stromkostenintensive Unternehmen

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Ab dem neuen Jahr müssen stromkostenintensive Unternehmen, die über einen Begrenzungsbescheid nach der Besonderen Ausgleichsregelung verfügen, die begrenzte EEG-Umlage direkt mit dem Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) abrechnen. Gleiches wird aller Voraussicht nach auch für die reduzierte KWK-Umlage gelten.

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EEG 2014: Ein Gesetz, das schnell erwachsen wird

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Dass die Übertragungsnetzbetreiber für die Abwicklung der EEG-Umlage verantwortlich sind, diese Regelung ist bekanntlich schon lange im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2014) verankert. Nun hat der Verordnungsgeber allerdings auch Netzbetreiber, die nicht Übertragungsnetzbetreiber sind, in die Pflicht genommen, wenn es um die Erhebung der Umlage bei der sog. Eigenversorgung geht. Auch bei der Ermittlung der finanziellen Förderung hat sich etwas geändert: Mit der Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV) ist der erste Schritt in Richtung Ausschreibung getan (wir berichteten). Und dann gab es ja auch noch die Novellierung (wir berichteten) der Systemstabilitätsverordnung (SysStabV). Dazu kommen aktuelle Fälle aus der Rechtsprechung und von der Clearingstelle. Was sagt uns das? Richtig, es wird höchste Zeit für einen neuen EEG-Newsletter.

Ansprechpartner: Dr. Martin Altrock/Jens Vollprecht/Andreas Große/Dr. Wieland Lehnert

„Ein Händler wird nur ein einziges Mal seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen können“ – ein Interview mit Dr. Thomas Pilgram

(c) Jörg Lange/Die Bildermanufaktur

(c) Jörg Lange/Die Bildermanufaktur

Wie geht es mit dem Ener­gie­han­del wei­ter? Diese Frage möch­ten wir an die­ser Stelle nicht selbst ein­schät­zen, son­dern von schlauen Köp­fen der Energiehandels-Branche beant­wor­ten las­sen. Unsere lose Interview-Serie, mit der wir unsere Studie zur Zukunft des Energiehandels, begleiten (mehr dazu hier: dt./engl.), führen wir heute mit Dr. Thomas Pilgram fort. 

Dr. Thomas Pilgram begann seine energiewirtschaftliche Karriere bei der Strombörse EEX, wo er das Business Development verantwortete. Danach leitete er das Deutschlandgeschäft der Bergen Energi bevor er sich dem Thema Grünstromdirektvermarktung bei der Q-Cells und der daraus entstehenden heutigen Clean Energy Sourcing widmete. 

Wir freuen uns, dass wir Dr. Pilgram für unsere Serie zur Zukunft des Ener­gie­han­dels gewin­nen konnten.

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Anlagenregistrierung für das Herkunftsnachweisregister: Frist für Nachreichung von Umweltgutachten läuft am 31.12.2013 ab

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Immer mehr Kunden legen Wert darauf, wo ihr Strom herkommt. Dabei geht es vor allem um Ökostromprodukte, also Strom aus Erneuerbaren Energien. Eine zentrale Rolle für ein Produkt spielt dabei, wie glaubwürdig und vor allem zuverlässig nachgewiesen ist, dass tatsächlich Strom aus Erneuerbaren Energien geliefert wurde. Klar ist natürlich, dass der Nachweis sich nicht auf die physikalisch bezogenen Strommengen beziehen kann. Denn der Strom, der aus der Steckdose entnommen wird, lässt sich in aller Regel keiner konkreten Erzeugungsart zuordnen. Strom aus fossiler, atomarer und regenerativer Erzeugung fließt in den Stromnetzen zu einem großen „Stromsee“ zusammen. Es kann also nur auf den Nachweis bilanzieller Lieferungen ankommen. Wie kann aber nachgewiesen werden, dass der von einem Stromlieferanten (bilanziell) gelieferte Strom tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt?

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Stromkennzeichnung: Weniger tut`s auch!

(c) BBHManchmal ist es doch seltsam. Seit Einführung der gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten bei der Stromkennzeichnung im Jahr 2005 haben sich Energieversorger bemüht, in optisch ansprechender und zugleich transparenter Weise ein Maximum an Informationen unterzubringen. Neben dem Anteil der einzelnen Energieträger an dem Gesamtenergieträgermix, den der Lieferant im letzten oder vorletzten Jahr verwendet hat, vgl. § 42 Abs. 1 Nr. 1 EnWG, sind außerdem auch noch Informationen über die Umweltauswirkungen zumindest in Bezug auf Kohlendioxidemissionen (CO2-Emissionen) und radioaktiven Abfall anzugeben, die auf den genannten Gesamtenergieträgermix zur Stromerzeugung zurückzuführen sind. Schließlich sind auch noch komplizierte Informationen zu Energieträgermix und Umweltauswirkungen mit den entsprechenden Durchschnittswerten der Stromerzeugung in Deutschland zu ergänzen und verbraucherfreundlich (!) und in angemessener Größe in grafisch visualisierter Form darzustellen, § 42 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 EnWG.

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