Pooling-Verbot – was nun?

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Die Abrechnungen der Netznutzung für den Monat Januar 2012 durch vorgelagerte Netzbetreiber stehen unmittelbar bevor. Sie werden erstmals die Pooling-Festlegung der Bundesnetzagentur (BNetzA) vom 26.9.2011 (BK8-11/015) berücksichtigen. Damit kommt es in vielen Fällen „in Premiere“ zu einer entpoolten Abrechnung der Netznutzung bei mehreren Übergabestellen zum vorgelagerten Netz mit Ermittlung einer zeitungleichen Leistungsspitze. Zudem haben bereits zahlreiche vorgelagerte Netzbetreiber, insbesondere aus dem E.ON– und RWE-Konzern, bestehende Netzverträge gekündigt und neue vorgelegt. Weitere vorgelagerte Netzbetreiber werden folgen.

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Bundesnetzagentur will Pooling ab 2012 untersagen

Auf Industrieparks und andere Betreiber von nachgelagerten Verteilernetzen kommen teilweise dramatisch steigende Netznutzungsentgelte zu: Das „Pooling“ von Übergabestellen soll offenbar wesentlich eingeschränkt oder sogar vollständig untersagt werden. Das geht aus jüngsten Äußerungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) hervor.

Was ist Pooling?

Pooling meint die zeitgleiche Erfassung der abrechnungsrelevanten Leistungsspitze bei mehreren Übergabestellen zum vorgelagerten Netz. Vereinfacht gesprochen: Ein Netznutzer, der über mehr als eine Übergabestelle an das vorgelagerte Netz angeschlossen ist, wird so abgerechnet, als sei nur eine einzige Übergabestelle an das vorgelagerte Netz angeschlossen – dies ist bekannt als „virtueller Zählpunkt“. Weiterlesen