„Die Preisfindung für Flexibilität gehört nicht in den Netzbereich.“ – Ein Interview mit Thomas Gollnow von der Syneco Trading GmbH

(c) syneco

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Wie geht es weiter mit dem Energiehandel? Diese Frage haben wir uns Anfang dieses Jahres gestellt und damit nicht nur das Startsignal für eine Studie zum Energiehandel gegeben, sondern auch eine Inter­view­reihe (hier, hier, hier, hier und hier) mit namhaften Experten aus der Branche eingeläutet. Die Ergebnisse unserer Studie stellen wir heute im Rahmen unserer Energiehandelskonferenz vor. Unsere Interviewreihe beschließen wir ebenfalls heute, und zwar mit Thomas Gollnow als Gesprächspartner.

Thomas Gollnow ist seit 2008 Vorsitzender der Geschäftsführung der Syneco Trading GmbH, das führende kommunale Unternehmen im Energiehandel in Deutschland und die Energiehandelsplattform innerhalb der Thüga-Gruppe. Davor war Thomas Gollnow viele Jahre in unterschiedlichen Unternehmen der Finanzbranche tätig. Wir haben Herrn Gollnow gebeten, uns seine Sicht auf den Energiehandel zu beschreiben.

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Gerade mal zehn Jahre …

(c) BBH

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Erinnern Sie sich an die Zeit vor zehn Jahren? Wir hatten Klapphandys, BlackBerrys waren fortschrittliche Smartphones, der Toyota Prius wurde Auto des Jahres, Brokeback Mountain war der Film des Jahres. Und der Energiehandel brummte und brachte den Unternehmen, die sich rechtzeitig positioniert hatten, schöne Gewinne. Es war eine Zeit, in der Investitionen in große fossile Kraftwerke noch rentabel waren, in der man Lehman Brothers ohne das Wort „Krise“ sagen konnte und in der die größte Sorge war, ob der Energiehandel vielleicht unter verstärkte Finanzaufsicht kommen sollte.

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„Der kurzfristige Handel wird eine immer größere Rolle spielen“ – ein Interview mit Oliver Maibaum

(c) Maibaum

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Wie geht es mit dem Energiehandel weiter? Diese Frage möchten wir an dieser Stelle nicht selbst einschätzen, sondern von führenden Köpfen der Energiehandels-Branche beantworten lassen. Vor zwei Wochen hat ein Gespräch mit Stefan Judisch und Dr. Markus Krebber den Startschuss für unsere lose Interview-Serie gegeben, mit der wir unsere Stu­die zur Zukunft des Ener­gie­han­dels begleiten. (Wenn Sie an der Studie teil­neh­men möch­ten, fin­den Sie wei­tere Infor­ma­tio­nen und den Fra­gen­bo­gen hier (dt./engl.)).
Heute möchten wir den Diplom-Politologen Oliver Maibaum zu Wort kommen lassen.

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Neukalkulation der Fernwärmepreise kann Ärger ersparen

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Die aktuellen Untersuchungen der Fernwärmepreise durch die Wettbewerbsbehörden sorgen in der Wärmebranche für Aufsehen (wir berichteten). Derzeit überprüft das Bundeskartellamt (BKartA) zahlreiche Preismodelle auf ihre kartellrechtliche Zulässigkeit und untersucht, ob Hinweise auf ein missbräuchliches Verhalten der Fernwärmeunternehmen bestehen. Tatsächlich sind Preise oft nach ungeeigneten Methoden kalkuliert, was zu erheblichen Schwierigkeiten bei der sachlichen Rechtfertigung führen kann.

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Plädoyer für einen Energie-Flexscore

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Zahlen sind  praktisch. Zum Beispiel ermöglichen sie uns ein Gefühl für Mengen und Größen, ohne dass wir die Dinge sehen, fühlen oder wiegen müssen. Sie erleichtern uns auch die Kommunikation, denn eine Aussage wie „Er ist 1,83 Meter groß“, ist leichter mitzuteilen (und deutlich präziser!) als „Er war etwas größer als Jürgen, aber kleiner als der Türrahmen, ich würde sagen, er war ungefähr eine Handbreit größer als ich …“. Im Laufe der Jahrtausende hat der Mensch gelernt, vieles zu messen und mit Zahlen zu versehen. Selbst Psychologen und Soziologen forschen vielfach quantitativ. Zahlen ermöglichen uns zu vergleichen – damit aber auch zu bewerten und zu priorisieren. Ein Abiturdurchschnitt von 1,5 ist besser als einer von 2,9. Und wenn es nur beschränkte Studienplätze gibt, darf sich die Abiturientin mit 1,5 bessere Hoffnungen machen als ihre Mitschülerin mit 2,9.

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