BFH klärt Ermittlung ortsüblicher Marktmiete möblierter Wohnungen

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Wer zu billig vermietet, kann seine Kosten nicht mehr voll von der Steuer absetzen: Eine Wohnungsmiete muss mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete betragen, um als voll entgeltliche Vermietung anerkannt zu werden (§ 21 Abs. 2 EStG). Liegt die vereinbarte Miete darunter, können dem Vermieter entstandene Werbungskosten nur anteilig geltend machen.

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Arbeitszimmer oder Betriebsstätte?

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Für ein häusliches Arbeitszimmer ist der Abzug von Kosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten erheblich eingeschränkt. Hierbei ist ein Abzug bis 1.250 Euro nur möglich, wenn dem Steuerpflichtigen für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Ein unbegrenzter Abzug ist nur möglich, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen bzw. beruflichen Betätigung bildet.

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Anschaffungsnahe Herstellungskosten anstelle Sofortabzug bei Gebäudesanierung

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Wenn der Eigentümer in die Renovierung eines Gebäudes investiert, kann er die Kosten dafür als sofortige Werbungskosten ansetzen? Nicht, wenn diese Kosten eigentlich den Herstellungskosten zuzurechnen sind. Nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG ist das der Fall, wenn es sich um „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ handelt, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden und 15 Prozent der Anschaffungskosten (ohne Umsatzsteuer) des Gebäudes übersteigen.

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Sofortabzug für ein mehr als 5 Prozent Disagio

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Freiberufler und Privatpersonen ermitteln ihren zu versteuernden Gewinn nicht per Bilanz, sondern per Einnahmen-Überschussrechnung. Dabei kommt es häufig darauf an, für welche Zeiträume bestimmte Ausgaben als Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigungsfähig sind (§ 11 Abs. 2 EStG). Die Frage stellt sich beispielsweise bei Darlehen, die über mehrere Jahre laufen, auf die aber einmalige Zinszahlungen (Disagio oder Agio) geleistet werden müssen.

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Werbungskostenabzug auch bei langfristig unbebauten Grundstücken möglich

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Werbungskosten kann man nur von der Steuer absetzen, wenn man damit Einnahmen erzielt oder zumindest beabsichtigt ist, Einnahmen zu erzielen. Das gilt auch für die Zinsen, die man auf einen Kredit bezahlt, mit dem man einen Grundstückskauf finanziert hat. Doch was, wenn das Grundstück jahrelang unbebaut bleibt und somit keine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung abwirft?

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Sind Unfallkosten durch die Entfernungspauschale abgegolten?

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Was Arbeitnehmer an Kosten auf sich nehmen, um täglich von der Wohnung zur Arbeit und wieder zurück zu fahren, können sie als Werbungskosten von ihren Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit abziehen. Dafür gibt es die Entfernungspauschale: Für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste Tätigkeitsstätte aufsucht, kann für jeden vollen Kilometer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte pauschal 0,30 Euro angesetzt worden, höchstens jedoch 4.500 Euro im Kalenderjahr, soweit der Arbeitnehmer nicht einen eigenen oder ihm zur Nutzung überlassenen Kraftwagen benutzt.

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FG Rheinland-Pfalz: Geburtstagsfeier kann steuerlich absetzbar sein

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Runde Geburtstage sind eine erfreuliche Sache, weshalb man sie gern und ausführlich feiert. Das kann man als GmbH-Geschäftsführer umso unbesorgter tun, als man die Kosten dafür womöglich von der Steuer absetzen kann – jedenfalls wenn man ausschließlich seine Mitarbeiter einlädt. In diesem Fall, so hat das Finanzgericht (FG) Rheinland‑Pfalz unlängst entschieden (Urt. v. 12.11.2015, Az. 6 K 1868/13), können die Kosten für die Geburtstagsfeier als Werbungskosten abziehbar sein.

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FG Düsseldorf: Arbeitnehmer darf Benzinkosten für Dienstwagen absetzen

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Wer von seinem Arbeitgeber einen Dienstwagen gestellt bekommt, muss den Vorteil, das Auto auch privat nutzen zu können, versteuern. Wie groß dieser Vorteil ist, wird normalerweise über die so genannte 1-Prozent-Regelung ermittelt: als steuerpflichtiger geldwerter Vorteil wird 1 Prozent des inländischen Listenpreises für das Fahrzeug angesetzt.

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Vorfälligkeitsentschädigung bei Grundstücksverkauf sind keine Werbungskosten

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Wird ein Darlehen früher zurückgezahlt als vereinbart, entgehen der Bank Zinsen. Für diesen Verlust kann sie sich durch eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung schadlos halten. Die muss regelmäßig bezahlen, wer sein Grundstück verkauft und mit dem Kaufpreis das Finanzierungsdarlehen tilgt. Dann stellt sich die Frage: Was bedeutet das steuerlich?

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